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Einmal Hovi - immer Hovi !
Abenteuer und Geschichten unserer Hoviladies
© by Ulrike Achteresch

K a p i t e l  2

Echte Freunde findet man nur unter Hovis!
Irgendwann stehen meine Chefin und ich auf dem Hundeplatz, da kommt er schon, unser Trainer. Ich muß Euch allen jaulen, der wird nicht mein Freund! Er erzählt uns ein paar 'lebenswichtige' Dinge, die wir unbedingt noch zu beachten haben, wie zum Beispiel, 'Alexa hat in jeder Lebenslage sofort auf Deine Befehle zu reagieren! Wenn 'Sitz', dann 'Sitz' und zwar sofort, nicht erst Übermorgen. Du muß Deinem Hund scharfe Befehle geben, sie lernt das sonst nie'.
Ja, wisst Ihr, hab' gedacht, der kann mich mal, als wenn es nicht noch tausend andere wichtige Dinge in einem Hovileben gäbe. Die Welt besteht doch nicht nur aus Befehlen, oder? Er dreht sich um, um auf die anderen Bellos zuzugehen. Halt, da fällt ihm ein, 'Ulli, Alexas Bruder kommt heute auch!'
Ja, jetzt rattern meine kleinen Grauen in meiner Rübe, wie, mein Bruder? Welcher? Astor, kann nicht, der ist doch in Bocholt, weit weg ist das, hat Frauchen mit gesagt. Apollo, kann auch nicht sein, auch zu weit weg! Wer noch bleibt, Artax, aber ob die Leute noch mal mit ihm hierher kommen? Na, ich weiß nicht!
Hab' doch nicht gewusst, daß es so 'was wie 'nen Halbbruder gibt.
Da kommen sie: Eine Frau und ein Hovi-Junge, blond wie ich! Sofort kommen die Beiden auf uns zu, meine Chefin kennt die Frau schon ewig: ' Hi, Du auch hier?' Manchmal sollte man doch wirklich glauben, die Menschen sind doof, sieht man doch, daß wir hier sind! So, jetzt habe ich keine Zeit mehr, diesen Menschengesprächen zu lauschen. Jetzt lerne ich den Hovirüden kennen. Beschnüffeln, der gefällt mir, ich belle, klar muß mich doch vorstellen. Aha, Aron heißt er. Ich will seine Freundin sein. Sofort sind wir in ein ganz tiefsinniges Gebell vertieft, ich erfahre 'ne Menge aus Arons Leben und er natürlich auch von mir. Aron wird bald ein Jahr alt, bin ein dreiviertel Jahr älter. Unsere Chefinnen sind vielleicht drollig, zumindest Meine: Da wird sie ständig ermahnt, 'Ein Hundeplatz ist kein Spielplatz, merkt Euch das endlich!' , was passiert? Meine Ulli lässt mich von der Leine, Arons Frauchen auch, habt Ihr vielleicht geglaubt, wir bleiben sitzen?, wir doch nicht, dafür sind wir denn doch zu sehr Hovis!
Wir gleich los, rennen, toben und raufen, und das auf unserem Hundeplatz! Könnt Ihr Euch vorstellen, wie lange das gut geht? Keine fünf Minuten, schon fielen wir auf! Hundefreunde, ist doch verständlich das wir großen Hunde schnell auffallen. Es kam jedenfalls sofort ein stinkiges: 'Hier ist kein Tobeplatz!' Hier wird trainiert, nicht getobt! Eure Hunde hören sonst nie!' So 'nen Quatsch, ob Befehle befolgen von Spielen abhängt? Unsere Frauen lassen deswegen den Kopf nicht hängen, Verabredung, Montag um halbdrei auf der nächsten Wiese! Ich freu' mich schon!


Mein erstes Rendezvous!

Es ist Montag, 11.00 Uhr, ich liege auf meiner Decke und hab' Spaß, jetzt fragt bloß nicht noch, warum! Mein erstes Date steht an, ich kriege meine Rute einfach nicht unter Kontrolle. Ich wedel und wedel, hab's Zucken in der Rute, wann ist es endlich halbdrei?
Meine Chefin macht sich am Herd zu schaffen, Mittagszeit,' Noch immer nicht halbdrei!
Will es heute denn gar nicht später werden, so ganz lange warte ich nicht mehr! Dann irgendwann kommt meine Ulli mit der alten Hundeplatzbux die Treppe runter, ja, Ihr könnt Euch denken, es gibt kein Halten mehr. Schnell mein Halsband um, die Leine in der Hand, mein Gott, nun mach' doch an!
Oh je, jetzt muß sie sich erst noch die ollen Treter anziehen, bis Trockennasen erst mal fertig sind, das dauert!
Aber jetzt, jetzt geht's los!
Ich ab ins Auto, mit solcher Spannung im Bauch springt es sich noch mal so gut in der Kofferraum.
Motor an und weg!
Wir fahren Richtung 'Hundeplatz', das darf doch nicht wahr sein, da will ich nicht schon wieder hin! Dran vorbei, ein Glück. Zwei Querstraßen weiter biegen wir links ab und Motor aus. Kein Hovi in Sicht, aber meine Chefin erklärt mir: 'Wir müssen noch einen Augenblick warten, Aron kommt gleich!' Und dann hat sie mir endlich auch erzählt, daß der Kumpel von Aron, sein Hausgenosse, auch mitkommen wird. Sicher, ich will wenigstens noch wissen, wie ich diesen Kumpel anbellen muß und was das für einer ist. Eiko heißt er und ist ein zehnjähriger Golden Retrieverrüde! Das kann ja heiter werden!
In diesem Moment kommt das Auto mit den zwei Kalibern angefahren. Raus springt zuerst mein neuer Freund Aron, natürlich hinten aus dem Kofferraum, dann macht Arons Chefin die Beifahretür auf, und dann sehe ich ihn, Eiko. Wir drei Hunde stürmen sofort auf die Wiese, und das Getobe ist sofort in vollem Gang. Arons Chefin Bärbel hat uns schon vorher gesagt, Eiko wäre schon alt, ein Opa halt! Aber, kaum hat er mich erschnüffelt, wachsen ihm Flügel, so ähnlich wie diese blöde Fernsehwerbung. Da wird er doch wieder der reinste Jüngling, muß wohl sofort Gefallen an mir gefunden haben, dabei bin ich doch überhaupt nicht heiß! Ne, ne, aber nicht mit mir, erstens bin ich noch Jungfrau und sowieso will ich das nicht. Kann mich nicht wehren, außer ich beiße ihn weg. Gedacht, getan! Das müssen wirklich gute Freunde sein, schoss durch meine Rübe, Aron knurrt mich an, um seinen Kumpel Eiko zu verteidigen. Ich denk' ich spinne, und Arons Knurr ist ein bisschen heftiger als meins. Unsere Chefinnen haben das nicht allzu lange mit angeschaut, und tschüss Eiko, der Schlawiner muß schon mal vorab zurück ins Auto. So geht's aber auch wirklich nicht. Nur weil ihn die Hormone piesacken, muß ich nicht darunter leiden! Jetzt kann ich endlich ausgelassen mit meinem neuen Freund toben. Nach Hoviart spielen wir Hase und Jäger, oder ich kriege Dich! Nach ewig langer Zeit beschließen Ulli und Bärbel, das machen wir jetzt regelmäßig, ein Mal in der Woche. Ich freue mich schon auf nächsten Montag. Wir dann auch ab ins Auto, ich hätte noch ewig weiter spielen können. Hab' doch gemerkt, Aron ist ein waschechter Hovi, auch wenn er keine Papiere hat. Ist das denn so wichtig?


Gewittergrillabend!
Hurra, wir bekommen Besuch, Freunde von meinen Leuten kommen heute Abend zum Grillen zu uns. Ich glaub' Grillen hat 'was mit Fleisch und Würstchen zu tun? Der Tisch auf der Terrasse wird gedeckt, Holzkohle im Grill deponiert, ich warte schon gespannt, was dann kommen wird. Das Bier und der Wein wird kaltgestellt, gleich ist es sechs Uhr. Noch schnell wird einmal die Dose mit, ich weiß nicht was es ist, es duftet jedenfalls himmlisch, geöffnet. Die ganzen Teile werden noch ein letztes Mal umgedreht. Das Wetter passt hervorragend zu unserem Unternehmen, es ist warm, der Himmel leuchtend blau! Was kann uns denn noch passieren? Mein Boss nimmt die Sticken und zündet den die Kohle, gleich ein Feuerchen, wenn das man nicht gefährlich ist. Ein bisschen mulmig ist mir schon! Bei Feuer kriege ich immer Herzklabastern!
Es klingelt, die Menschen kommen! Jetzt muß ich erst mal 'raus finden, wer alles da ist! Ich begrüße unsere Gäste schwanzwedelnd, einer ist dabei, der mag mich glaub' ich nicht. Dann eben nicht, kannst mir gestohlen bleiben, Dich, Mensch, lasse ich einfach links liegen. Eins kannst mir glauben, ich beiß' Dich nicht, bestimmt nicht! Oder bist Du bange?
Die anderen kann ich jedenfalls ausgiebig beschnüffeln, die sind o.k.! Schissig, wer die? Bestimmt nicht!
Unsere Grillfete ist in vollem Gange, die ersten Bierflaschen sind geleert, das Fleisch ist aufgegessen! Ich schiele in Richtung Grill, da liegt noch ein Würstchen, wenn doch bloß keiner das mehr essen will! Jetzt höre ich auch schon, mein Boss fragt: ' Wer möchte noch ein Würstchen, hab' noch ein Würstchen!' Allgemeine Resonanz: negativ! Hab' auch schon das Schlimmste befürchtet. Drückt mir die Daumen, ob das mein's wird. Schon bricht mein Boss es durch, der wird doch wohl nicht selber? Aber nein, die Zweibeiner um mich herum sind alle satt. Mein Boss geht auf den Rasen und ruft mich. Hab' ich mich vielleicht gefreut, doch mein's.
Nur ich muß das Würstchen auf dem Rasen verspeisen, am Tisch bekomme ich nichts! Warum nicht, ja das verstehe ich auch nicht, muß doch glatt mal meine Chefin fragen, bestimmt gibt es da einen triftigen Grund. Ist doch auch egal, mir schmeckt's trotzdem!
Die Stimmung bei den Trockennasen ist jetzt ziemlich feucht-fröhlich geworden, scheinen sich prima zu amüsieren, ist das der Sinn einer solchen Sache? Ich werde mich jetzt mal wieder etwas näher an das Geschehen heran wagen. Fühle mich ein kleines bisschen unsicher, es kribbelt in mir, als wenn sich gleich irgend'was tut! Ich weiß, der Himmel ist jetzt nicht mehr sternenklar, sondern grau. Darum das ungute Gefühl im Bauch. Schon knallt es, es schüttet im gleichen Moment wie aus Eimern, und dann, hell wie am Tag, aber nur einen ganz kurzen Augeblick. Dann knallt's schon wieder. Lasst mich unter den Tisch, bitte! Ein Glück, unsere Terrasse ist überdacht, kein Regen fällt auf unsere Rüben. Die Menschen benehmen sich als wäre das völlig normal, die stören sich nicht am Blitz und schon gar nicht am Donner. Und ich, ich werde gar nicht beachtet. Hätten mich doch aber auch wohl auf den Arm nehmen können, oder wenigstens trösten! Oder ist das alles gar nicht so schlimm? Ist das denn normal, so ein Wetter? Offensichtlich! Na denn, wenn's normal ist, brauche ich auch keinen Trost. Bin doch schließlich schon ein großes Mädchen, werde bald acht Monate alt!


Männerbesuch?
Heute wird es bestimmt wieder toll, Aron kommt in mein Revier, klar ohne Eiko, das gibt ja eh nur Ärger. Meine Ulli backt einen Kuchen, aha, sie wollen Kaffee trinken und wir toben im Garten. Ich weiß jetzt schon, wie unsere Bude anschließend aussehen wird! Ist doch egal, wenn man Hunde hat, ist das eben so. Ein grünes Auto fährt auf den Parkplatz vor unserer Garage, habt Ihr gemerkt, ich bin nicht farbenblind. Klar weiß ich, was grün und rot ist. Ich stehe schon seit Urzeiten an unserem Tor und warte, aber jetzt sind sie ja da. Aron will am liebsten direkt durch das geschlossene Tor gehen, pustekuchen, reingefallen, er stößt sich den Kopf. Sofort starten wir voll durch. Toben, toben, toben. Dann, mein Boss kommt von der Arbeit nach Hause. ja das hättet Ihr sehen sollen! Aron postiert sich direkt vor unser Tor und lässt meinen Boss Uwe stramm stehen. Der ist doch so frech und wagt es, ihn anzuknurren. Da Gesicht von meinem Uwe hättet Ihr mal sehen sollen, so einen verdutzten Ausdruck, hätte Hurra schreien mögen. Aber beherzt wie mein Uwe nun mal ist, er kommt rein. Nein, das ist nicht Arons Ding! Ob er denn glaubt, nur weil er in alle Ecken markiert hat, das hier ist seins? Aron, hier wohne ich und nur ich, und so soll es auch bleiben! Nach ein paar Minuten hat sich die Spannung gegeben, und wir spielen wieder. Soll ich Euch flüstern, wir haben das nächste Date schon ausgemacht!


Wann sehen wir uns wieder Kleines ?



Lustig, lustig...........
Irgend etwas tut sich bei uns, hab' das Gefühl, als wenn irgendeiner kommen wird. In unserer Küche sind Bilder verschwunden, jetzt hängt an der Wand etwas, ach was, zwei merkwürdige Teile hängen da. Meine Mitwelpen freuen sich schon auf Morgen, sie dürfen dann ein Säckchen von irgendwas aufmachen, das sich Adventskalender nennt. Was da wohl drin ist? Ich muß gut aufpassen, damit ich ja nichts verpasse.
Dann dieses ewige Gerede, Nikolaus, mein Gott, was ist das denn schon wieder? Meine Menschenbrüder wollen draußen einen Teller mit Plätzchen und Zucker für das Pferdchen vom Nikolaus hinstellen, und natürlich jeder einen Stiefel. Soll ich Euch bellen, wie lieb die Beiden sind? Da haben sie doch glatt mein Lieblingspielzeug direkt neben die Stiefel gestellt, damit der Nikolaus weiß, das ich hier wohne. Ständig die Fragen, was bringt er, wann kommt er, ob er die Plätzchen mitnimmt? Dann eines morgens, Hurra, der Nikolaus hat etwas auf die Terrasse gestellt. Unsere Beiden sind nicht mehr zu halten, was glaubt Ihr denn, auch ich muß sofort mit raus. Dann sehen wir Drei es, drei Säcke stehen da, die Plätzchen sind weg, der Zucker auch und selbst der Teller, den finden wir allerdings vor der Garage wieder. Liebe Güte, ich habe tatsächlich einen Sack voller Leckereien vom Nikolaus bekommen. Schade, ich hab' den Nikolaus leider nicht gesehen, weiß jemand wie der aussieht?
Eines ist ganz sicher, im nächsten Jahr lege ich mein Spielzeug selber hin, vielleicht!

Ist doch ganz hilfreich, wenn man seinen Hovi beobachtet!
Wahrscheinlich würde ich jetzt auch wieder an den Nikolaus glauben, hätte ich es nicht gesehen! Alexa hat die Plätzchen genüsslich verspeist, der Zucker klebt wahrscheinlich noch auf ihren Zähnen, den Teller habe ich vor die Garage gestellt, unsere Kinder glauben noch!

Ich doch nicht!
Ich hab' doch nicht gelauscht, ich doch nicht, alles hab' ich so nebenbei mitbekommen. Mein Ulli sitzt mit diesem komischen Ding am Ohr, in das man reinbellen muß, aber nichts(?) kommt zurück, auf unserer Treppe. Bärbel, an der anderen Seite. Hab' meine Schlappohren auch ganz bestimmt nur ein kleines bisschen aufgestellt, ich schwöre! Ich hab' mitbekommen, daß Aron keine eckigen Teppiche mag, den teuren Teppich in der Diele hat er abgerundet, auch Kugelfüße unter Möbeln sind nicht so ganz sein Ding. Die mag er denn doch lieber gerade. Er arbeitet noch daran!
Jetzt ein dickes Lob von meiner Chefin, so etwas hat Alexa nie gemacht. Sie hat nur einen uralten Schlappen von Opa Willi auf dem Gewissen. Ach, wie gut das tut!
Apropos, Schlappen! Ich bekenne mich schuldig. Ich habe klammheimlich Opas allerbesten Pantoffel mitgehen lassen, hat auch niemand gemerkt. Müssen ja auch nicht überall rumstehen, diese Objekte meiner Begierde! Ich jedenfalls hab' ihn aus dem Nachbarhaus weg geklaut und sorgfältig bei uns deponiert. Nachts, ich hab' Langeweile, keiner spielt mit mir, keiner beschmust mich, da fällt es mir wieder ein! Der Pantoffel! Wendig wie ich nun mal bin, hab' ihn sofort aus der Ecke geholt und mein Gebiss geschärft. Ihr glaubt gar nicht, was man aus einem solchen Schlappen alles aus holen kann! Jede Menge Filz, alles ganz winzig zusammengepresst. Wenn ich es mit den Pfoten festhalte und mit den Zähnen zerreiße, dann wird es plötzlich ganz viel. Nun, ich hab' mich die halbe Nacht damit beschäftigt, unsere ganze Diele ist voll mit diesem Zeug! Morgens kommt Ulli nach unten, ich kann wohl spüren, was sie denkt: ' Ledercouch!' Und dann, 'Uwe, komm schnell, es ist was passiert!' Mit meinem typischen Unschuldsblick schaue ich zu ihr rauf. Sie läuft gleich ins Wohnzimmer und sieht die heile Couch. Nichts passiert, dann erspäht sie den alten Pantoffel! Der Familienfrieden gerät doch nicht ins Wanken!



Wir warten auf das Christkind!

   
Jetzt bin ich schon so groß und weiß nichts damit anzufangen, kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Bei uns ist was los! Es wird gerückt und geschoben, dann kommt mein Boss mit so 'nem Monstrum, piekig, grün und riesengroß. Das Ding soll jetzt in unserem Wohnzimmer stehen, irgendwie duftet es nach Wald. Toll, holen die jetzt den Wald hierher? Und dann, meine Mitwelpen schleppen Kartons aus dem Keller an, runde Teile sind darin,
ähnlich wie Bälle. Meine Ulli sagt: 'Ron eine Kugel links oben, Rick, da unten fehlt noch 'ne Kugel!'
Ich konnt's gar nicht glauben, hab' beobachtet wie meine Menschenfreunde mit so etwas wie einem Tannenbaum umgehen. Hab' mal gelauscht, rohe Eier sind empfindlich! Irgendwann später war der Weihnachtsbaum dann geschmückt; sagt man es so? Meine Menschenbrüder dürfen sich noch ' ne Flasche Dunkelbier teilen, und dann ab, in die Kiste!
Morgen kommt das Christkind!
Ich möchte ich Euch bellen, was ist das eigentlich, das Christkind??? Wer kann mir helfen?
Mein Mitwelpe Rick liegt vor mir und erklärt mir, daß das Christkind fliegen kann. Es hat ein weißes Kleidchen an und hat Flügel, wenn ich kein Hovi wäre, ich würde es ihm glauben! Er glaubt seine Geschichten selbst, nun ja mit drei Jahren! Und, wie kommt es hier rein? Was macht ein Christkind? Darauf Rick:' Bist Du blöde, es bringt Geschenke! Liebe Freunde, ob Mini-Yorkshire oder Deutsche Dogge, bellt mir schleunigst, wer ist das Christkind und was macht es? Was sind Geschenke? Und noch was! Wenn ich es sehe, muß ich ihm in den Popo kneifen, oder soll ich Pipi an den Weihnachtsbaum machen, dafür würde ich glatt versuchen mein Bein zu heben! Eigentlich bin ich ja ein Mädchen, aber probieren könnt' ich es! Geschenke, soll ich die wegschleppen, oder auffressen? Was meint Ihr, was soll ich mit diesem Christkind machen? Wenn es vielleicht 'ne Wurst für mich hätte, dann ; was sind denn nun Geschenke?; soll ich dem Christkind vielleicht tragen helfen?

Röntgen?

Heute fahren wir ins Grüne, Trugschluss, hab' ich mir gebellt! Aber muß ich das nicht denken, wenn meine Leute das Auto aufräumen, Papierchen und alles andere herausräumen? Mein Decke, hinten im Kofferraum wurde neu drappiert, was würdet Ihr denken? Nun ja, ich hinten 'rein, springen, wer ich, warum, mein Boss trägt mich doch hinein! Hab' meine Lauscher auf 'hoch' gestellt, ich höre was von Coesfeld, was ist denn das schon wieder? Können die nicht deutsch mit mir bellen? Wir fahren Richtung Ahaus, dann irgendwo rechts ab, Richtung Coesfeld, wo wollen die mit mir hin? Coesfeld, wir sind da, dann noch ewig langes Suchen. Nach dem: ' Wir haben es gefunden!' brummt unser Motor nicht mehr. Ausgestellt, Endstation! Ich springe voller Erwartung aus dem Auto und schnüffle ganz viele verschieden Tiere. Hunde, Katzen, Meerschweine, Piepmätze, Kaninchen! Diese Spur nehme ich natürlich sofort auf, bin doch irgendwo auch ein kleiner Fährtensuchhund! Meine Spur endet abrupt vor einer Tür, hier will ich 'rein! Meine Leute klingeln, Tür auf! Der Duft nach Tier wird erst jetzt so richtig gut! Ich freu' mich, jetzt kann ich spielen, jetzt treffe ich Freunde! April, April, ich treffe keine Freunde, komme aber in ein Zimmer mit einem ganz komischen Tisch, den kann man 'rauf und 'runter drehen. Aber, glaubt mal ja nicht, ich springe darauf! Ich nicht! Da steht er schon vor mir, dieser Knilch, boh, ich hasse Tierärzte, ich kriege solch ein kaltes Ding ( Stethoskop) auf meine Brust gesetzt, dann höre ich: ' Alles O:K:!
Ich hab' geglaubt, dieser Mensch will mich fesseln, er bindet mir doch eiskalt mein rechtes Vorderbein ab, mit 'nem ganz starken Gummiband, mein Adern quellen hervor. Ich glaub', genauso hat er sich das vorgestellt, wie soll das hier nur weitergehen? Ob dieser Mensch bescheuert ist, da klopft er doch tatsächlich auf dem abgebundenen Bein 'rum. Dann rammt er mir etwas in den Strang, der ein kleines bisschen vor-steht. Vene! Meine Kräfte schwinden, ich sehe noch 'ne Tür, da kann ich 'raus, hier bleibe ich jedenfalls nicht!! Hab' die Tür gesehen, da war eine! Ich spüre noch, daß meine Beine nicht mehr wollen, ich sacke zusammen! Funkstille!!

(Unsere Alexa wird von dem Tierarzt narkotisiert, um Röntgenaufnahmen der Hüfte zu machen. Das ist eine mittelgroße Katastrophe gewesen. Aber nach der Narkosespritze fällt sie einfach so um. Uwe und der Tierarzt schleppen unsere Madam auf den Röntgentisch. Rückenlage, die Hinterbeine ganz zurück. Ich hab' mich ganz schön erschrocken, hab' nicht gewusst, daß im Narkoseschlaf die Auge offen sind, Ihr etwa? Nach den Aufnahmen ist Alexa noch nicht wieder bei Bewusstsein, wir haben genug Zeit, uns die Ergebnisse genau zu erklären lassen. Ganz toll, wir haben uns riesig gefreut: HD - ohne Befund, also HD-Frei, das ist unser erster Schritt für unseren A-Wurf! Jetzt gilt es, einige Dinge zu beachten, Alexa anmelden zur Zuchttauglichkeitsprüfung, Zuchtschauen zu besuchen, 'ätzend!' Deckrüde, das Thema kommt erst später, unsere Alexa soll ihre Jugend noch richtig genießen, bis sie Mama wird. Sie ist ja mal gerade erst einmal eineinhalb Jahre !.)
 

 

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